Was ist Schicksal? Was ist Schicksal eines Menschen? Und kann man über Schicksal einer Stadt reden? Wie kann dieses Schicksal sein – glücklich, tragisch? Und wovon - oder von wem – kann so was abhängig sein? Wie hängt das Schicksal einer Person vom Schicksal einer Stadt ab? Diese Fragen stellt man sich, wenn man z.B. die Geschichten der beiden durch Bombenangriffe im Zweiten Weltkrieg zerstörten Städte - Dresden und Kaliningrad - erfährt.

Wie lebten dort die Menschen während des Krieges? Wie haben sie einander unterstützt? Wie ließen sie ihre Städte aus Ruinen wieder auferstehen? Wie geht es den Städten jetzt? Wie lebt es sich dort den Menschen, deren Schicksal mit dem Schicksal dieser Städte verbunden ist?

Was können wir tun, das es nie wieder zu einem Krieg kommt? Was kann ich persönlich dafür tun?

Im Rahmen des Projektes "Brücken der Freundschaft: baut sie!" sind Reisen und Begegnungen in Kaliningrad und Dresden geplant, wobei Jugendliche, miteinander kommunizierend, nach Antworten auf wichtige Fragen suchen.

Zu dieser Reise laden wir alle ein, die jetzt 14, 15, 16, 17 und 18 Jahre alt sind und wem das Schicksal unseres Planeten nicht egal ist. Wer sich für Geschichte interessiert, zeichnet und schreibt. Wer die Städte Dresden und Kaliningrad näher kennenlernen will und gemeinsam mit Kaliningrader Jugendlichen in seinen Bildern und Essays über Schicksale beider Städte und der Menschen, die dort lebten und leben, berichten wird.

Erste Reise nach Kaliningrad ist in der ersten Woche der Herbstferien 2018 geplant.
Informationen über das Projekt finden Sie im Büro von "Kolibri" e.V. bei Halyna Yefremova und Olga Melnikov.

Zentrum "Kolibri" bietet Ihnen und Ihrem Kind die Möglichkeit, am sommerlichen Pleinair (Freilichtmalerei) in der Hauptstadt Russlands Moskau teilzunehmen. Das Pleinair wird im Rahmen des Jugendaustauschprogramms "Art Generation: Russia - Germany" in Kooperation mit der Kinder- und Jugendkunstschule Nr. 1 der Stadt Jekaterinburg (Russland) durchgeführt.

Zeit und Geschichte prägten das architektonische Antlitz in Moskau: zuerst war es die Hauptstadt des Moskauer Fürstentums, dann die Hauptstadt des Russischen Zaren, des Russischen Reiches... – und seit Jahrhunderten wurde Moskau unter der Führung von größten russischen und ausländischen Architekten erbaut. Auch sowjetische Zeit hat in der Stadt ihre Spuren hinterlassen.

Jetzt ist Moskau bedeutender kultureller Touristenmagnet Europas und der Welt, der die Besucher mit seinen erhalten gebliebenen Denkmälern der russischen Architektur anzieht (von denen einige in die Welterbeliste der UNESCO eingetragen sind).

Die Reise zum Pleinair ist für den Zeitraum vom 30. Juli bis 5. August 2018 geplant. Dies ist die vorletzte Woche der sächsischen Sommerferien - 2018.

Das Programm beinhaltet Besuche in den Museen und Schlossanlagen von  Moskau, Teilnahme an künstlerischen Workshops (für Grafik und Malerei) sowie Freizeit.
Teilnehmer werden im einem Hostel im historischen Stadtteil unterbracht.

Zur Teilnahme werden Schüler im Alter zwischen 12 und 18 Jahren  eingeladen.
Auf Ihrer kreativen Reise werden Sie von Olga und Pavel Melnikov begleitet und betreut.

Teilnahmekosten für ein Kind – voraussichtlich 500,00 € zzgl. Reisekosten
Anmeldung für Pleinair in Moskau - im Büro Kinder- und Elternzentrum KOLIBRI e.V.
Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Voraussichtliches Pleinair-Programm auf Russisch herunterladen

Vom 3. bis zum 11. Dezember 2016 wurde in Dresden das vorweihnachtliche kreative Feriencamp "Quellen der Kunst" durchgeführt, das als Teil des internationalen Bildungsprojektes "Art-Generation: Deutschland – Russland" im Rahmen des Deutsch-Russischen Jahres des Jugendaustausches 2016/2017 organisiert wurde.

Zum Feriencamp gehörten diesmal: 15 Schüler aus Russland – von den Jugendkunstschulen № 1 und № 2 sowie vom Kunststudio "Matisse" (Stadt Jekaterinburg), von der Jugendkunstschule des Städtchens Borowitschi, (bei Nowgorod), und 15 Kunstschüler vom Kinder- und Elternzentrum KOLIBRI e.V. (Dresden).

Kreatives Feriencamp wurde nicht nur als ein Open-Air in Dresden für junge Künstler aus Russland konzipiert, sondern - in 1. Linie - als ein Kultur- und Bildungsprojekt, wobei kulturelle Erbe Europas jungen Menschen aus RF näher gebracht wird, sowie russische Kulturgeschichte - den deutschen Kindern.

Advent und Weihnachten zu feiern ist in Deutschland besonders beliebt – und das sieht man überall auf den Straßen: leuchtende Girlanden, Engel und Sterne in den Fenstern glitzernd, rotierenden Pyramiden und Weihnachtskränze mit Kerzen.... So wurden unsere Gäste aus Russland von der ersten Minute ihres Aufenthaltes in Dresden an von der feierlichen Stimmung mitgerissen.



Neben Dresden besuchten Kids und Jugendliche auch naheliegende sächsische Städtchen: kleine mittelalterliche Stadt Kamenz, Heimat von Gotthold Lessing; silberne „Hauptstadt“ Europas des 18. Jahrhunderts - Freiberg; Heimat des europäischen Porzellans und ehemalige Hauptstadt Sachsens - Meißen.

Junge Künstler besuchten das Stadtmuseum Dresden und Kunstgalerie Alte Meister, Freiberger Dom St. Marien und Freiberger Mineralien-Museum der TU Bergakademie (wo seinerzeit russischer Gelehrte Lomonossow studiert hatte), mittelalterliche Albrechtsburg in Meißen (wo ursprünglich die Porzellanfabrik untergebracht war) und waren beim Orgelkonzert in der Klosterkirche St. Annen.

Im Rahmen des Bildungsprogramms nahmen Kids an der Diskussion "Von Andrei Rubljow zu El Greco" und am Workshops für zeitgenössische Kunst teil. Sie bereiteten sich auch aktiv für die festlichen Veranstaltungen vor: bastelten Weihnachtskarten und Tannenbaumschmuck. Junge Künstler verpassten auch die Gelegenheit nicht, ihre Weihnachtmotive bzw. Skizzen in Pastell zu machen.

Auch Abschlussveranstaltung war sehr bedeutend: Finissage der Ausstellung "Kunstquelle", die die besten Open-Air-Arbeiten der Teilnehmer des sommerlichen kreativen Feriencamps - 2016 (fand in Susdal statt) zeigte. Die Ausstellung präsentierte rund 70 Werke von Kids aus Jekaterinburg, Pokrow, Borowitschi, Dresden, Leipzig und Kamenz. Treffen alter Freunde und eine besondere vorweihnachtliche Stimmung, die im Feriencamp herrschte, ergänzt durch Live-Kommunikation mit St. Nikolaus und Weihnachtsmann, versetzten alle Beteiligten in eine wunderschöne Atmosphäre voller Magie, Freundschaft, Glauben an Wunder und Erfüllung der Wünsche.

Seit schon sechs Jahren verbindet das Projekt "Art-Generation: Deutschland – Russland" jungen Künstler von Jekaterinburg und Dresden. Der Veranstalter der Treffen von der deutschen Seite ist Kinder- und Elternzentrum KOLIBRI e.V., von der russischen Seite - Jekaterinburger Jugendkunstschule № 1. Kultur- und Bildungsprogramme für junge Künstler wurden diesmal durchgeführt von den Projektleitern: Nadeschda Weselova, Tatjana Archipowa, Olga Melnikow, Dimitri und Elena Krause.

Kreative Ferienkamp "Moskauer Goldkuppeln", das im Rahmen des Programs "Art Generation: Russia - Germany" organisiert wird, findet vom 30. Juli bis zum 5. August 2018 in Moskau statt - im Format des Jugendaustausches. Teilnehmer aus Deutschland: eine Gruppe von Schulkindern vom Kinder- und Elfenzentrum "Kolibri" e.V. (Dresden); Teilnehmer von der russischen Seite: eine Gruppe von der Kinder- und Jugendkunstschule Nr. 1 (Jekaterinburg).

Das internationale Bildungsprojekt "Art-Generation: Deutschland – Russland", das seit 2011 von Jekaterinburger Jugendkunstschule Nr. 1 und dem Kinder- und Elternzentrum KOLIBRI e.V. durchgeführt wird, ist jetzt auch für das Jahr 2018 ins Programm des Russisch-Deutschen Jugend- und Schulaustausches eingeschlossen.

«Prejudices Visual Catalogue»
Zugdidi, 03.10.16-05.10.16

Am 03. Oktober reisten 12 Jugendliche in das sonnige Georgien um dort mit georgischen Schülern am Projekt „Prejudices Visual Catalogue“ teilzunehmen.

Gestern kamen die deutschen Teilnehmer geschafft – aber auch glücklich – wieder in Dresden an. Es war eine spannende Zeit mit intensivem Kontakt mit den georgischen Partnern. Eine Zeit voller Gespräche und Workshops, gemeinsamer Erlebnisse mit den Austauschkindern und den Menschen vor Ort allgemein. Und ganz nebenbei sind so viele Freundschaften entstanden.

Die Idee, junge Menschen – jenseits von Vorurteilen – zusammenzubringen konnte realisiert werden und war ein großer Erfolg.
Wir bedanken uns ganz herzlich für die erlebte Gastfreundschaft unserer georgischen Freunde und freuen uns schon auf ihren Gegenbesuch in Dresden während der Osterferien 2017! :-)

Das Hauptthema des Projekts ist Diskriminierung – verschiedene Arten von Diskriminierung und Wege dagegen anzukämpfen. Des Weiteren gehört auch Toleranz zu den bearbeiteten Themen – um genau zu sein, die genaue Definition von Toleranz und auch wie man wirklich tolerant leben kann. Die ersten zwei Tage waren dem einander Kennenlernen und dem Aufstellen von Kommunikationsregeln gewidmet. Man kann wirklich sagen, dass aus zwei sich fremden Gruppen ein Dream Tream wurde. All dies natürlich nur durch die georgische Leiterin Laliy, die eine Vielzahl an Spielen, die das gegenseitige Verstehen und den Teamgeist förderten. Als funktionierende Gruppe ist es um einiges einfacher in Themen wie Diskriminierung und Toleranz einzutauchen. In den Tagen danach waren die Themen etwas ernster. Natürlich wurde immer noch spielerisch gelernt, nur lag der Fokus diesmal nicht auf dem gegenseitigen Kennenlernen sondern dem Lernen neuer Dinge über Diskriminierung und Toleranz.

Zweifellos handelt es sich hierbei keineswegs um einfache, dafür aber sehr aktuelle Fragestellungen. Kennengelernt werde sie durch Spiele mit vielen interaktiven Elementen, kreativen Aufgaben und andere Aktivitäten, die mit Spaß verbunden sind. Eines der wichtigsten Dinge in diesem Projekt ist, dass die Kinder lernen sich einander zuzuhören und sich zu verstehen, obwohl sie drei verschiedene Sprachen sprechen – Russisch, Deutsch und Georgisch. Zudem gab es einen Ausflug ans Schwarze Meer, um sich auszuruhen und etwas zu entspannen – in Georgien waren es um diese Zeit 30 Grad! Hinzu kommen reife Dattelpflaumen und Feijoa, freundliche Menschen und leckere nationale Gerichte!

Fotos: Elena Pagel
Das Projekt “Prejudices Visual Catalogue” wird gefördert von der Stiftung EVZ im Rahmen des Programms EUROPEANS FOR PEACE.