Am 19. März 2017 feierte "Die Eiskönigin" von Hans Christian Andersen in einer Fassung von Liudmila Müller (Leiterin des Theaterstudios "Buratino") eine Premiere im Dresdner Kabarett Breschke & Schuch. Im musikalischen Thearestück spielten sowie Kids als auch Erwachsene.

Im Laufe des relativ kalten Winters-2017 probten also Teilnehmer des Theaterstudios dieses Wintermärchen mit Vorfreude auf Frühling - ein Märchen über Blumen, die im Winter blühen und darüber, dass das Böse oft so schön ist. Und auch ein Märchen darüber, was es bedeutet, dass man bis ans Ende der Welt läuft, um einen Freund zu retten.

Gerda (Tamara Rotonos) jedenfalls macht sich sofort auf den Weg, um Kai aus den Fängen der Schneekönigin (Liudmila Müller) zu befreien. Die verzauberte ihn mit einem Kuss und ließ sein Herz erfrieren. Im Schneegestöber trifft Gerda auf eine Blumenfee (Elisabeth Rein), eine königliche Hofkrähe (Dascha Kremenchutska) und einen königlichen Hofraben (Timur Kremenchutsky), einen Prinz (Vasilisa Sabadyr) und eine Prinzessin (Sophia Tsybakov), auf eine Räuberanführerin (Amina Entus) und ein Räubermädchen (Lisa Müller), ein Rentier (Vladislav Kartunov) und endlich auch auf Kai (Edward Körner), der durchgefroren mit kaltem Herzen aus kleinen Eisstückchen das Wort "Ewigkeit" bildet...

Die passend eingefügten Musikstücke und Lieder führten die Theatergruppe immer wieder als Ensemble zusammen und gaben so der Aufführung zusätzliche Dynamik. Es tanzten, spielten und sangen mit: Evelyn Müller, Sophia Wallraff und Ruslana Bondar (als Schneemann), sowie ihre Theaterpädagogen Dimitri Krause und Irina Khomenko.

Bilder: Andrej Müller

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Was wir am Internationalen Frauentag feiern

Der Internationale Frauentag (kurz Weltfrauentag) wird weltweit am 8. März gefeiert. Die Vereinten Nationen ehren mit diesem Tag die Rechte der Frau und den Weltfrieden. Er entstand in der Zeit um den Ersten Weltkrieg im Kampf um die Gleichberechtigung und das Wahlrecht für Frauen. Heute unterstreichen viele Frauenrechtsorganisationen an diesem Tag noch einmal das Recht der Frauen auf Bildung und Gleichberechtigung. In Deutschland herrscht beispielsweise bei der Bezahlung von Männern und Frauen noch immer ein starkes Ungleichgewicht zu ungunsten der Frauen. Im Durchschnitt verdienen die Frauen noch immer um rund ein viertel weniger als Männer, bei gleicher Arbeitsleistung. Der Frauentag soll die Leistungen der Frauen hervorheben und alle Frauen an ihrem eigenen Tag ehren.

Frauentag im Osten

Im östlichen Teil Deutschlands wird der Frauentag besonders festlich gefeiert. Das hat geschichtliche Gründe. Denn in den ehemaligen sowjet-nahen Staaten, wie in die DDR, war der Frauentag eine Kombination aus Valentinstag und Muttertag, an dem die Frauen verwöhnt wurden. Im heutigen Russland ist es immer noch Brauch, dass Frauen am Weltfrauentag verwöhnt werden (mit Blumen, Schokolade, usw..). Mit Kampf der Feministinnen hat der Frauentag dort nichts zu tun.

Am 25. Februar verabschiedeten wir uns vom Winter auf dem Gelände des Kolibri e.V.- wie immer mit Spiel, Spaß und Pfannkuchen.
Für uns tanzten die Kids vom Studio „Zauberland“, und das Ensemble „Balallaika“ spielte feurige Folksmelodien vor. Im traditionellen Reigen konnten sich Kids und ihre Eltern ganz schön austoben und der russischen Volklore ein Stück näher kommen.

Die Masleniza (wörtlich Butterwoche) gehörte zu den lustigsten und fröhlichsten Festen in Russland. Seit einigen Jahren wird sie wieder in Russland gefeiert. Die Masleniza dauert immer eine ganze Woche und gilt als die Vorbereitung auf die heilige Fastenzeit vor Ostern, die gleich anschließend beginnt. 2017 wurde Masleniza zwischen dem 20. und 26. Februar gefeiert.

Masleniza ist eine ursprünglich heidnische und keine christlich-orthodoxe Feier, doch seit der Christianisierung Russlands korrespondiert sie mit dem christlichen Festzyklus. Also soll diese Woche der höheren Philosophie der christlichen Religion gelten - man soll sich mit allen nahe stehenden Menschen versöhnen, jede Form der Beleidigung vergeben und sich auf den asketischen Weg zu Gott vorbereiten - für diese Idee steht im orthodoxen Glauben die Masleniza.

Das Märchen „Die Eiskönigin“ lässt wahrscheinlich Jeden - seit der Kindheit an - an den Sieg der Wärme über Kälte denken, - sowie der Frühling über kalte Winterschönheit. Kein Wunder, dass gerade diese Geschichte ausgesucht wurde, um mit jungen Teilnehmern des Feriencamps (13. - 17. Februar 2017) inszeniert zu werden. Unvergessliche Charaktere wie Gerda, Kai, kleine Räuberin u.a.m. haben die Kids mithilfe ihrer Leiterin Ludmilla Müller (Theaterstudio "Buratino") auf improvisierte Bühne gebracht.

Am 7. Februar 2017 präsentierten stolz die Kids von der 102. Grundschule "Johanna" ihren Lehrern, Eltern und Kollegen von der Horte eine rissischssprachige Inszenierung: das Märchen „Der Wolf und der Fuchs“. Das Theaterstück fanden alle sehr gut: man konnte eben sehen, wie viel Arbeit hinter kleiner Premiere steckt.

Die Theaterproben waren Teil der russischen AG, wobei die Kleinschüler jeden Dienstag russische Kultur sowie russische Sprache kennenlernten - zusammen mit den Kinderpädagogen des Kinder- und Elternzentrums KOLIBRI e.V.. In solchen AG-Stunden verwendet man verschiedene Unterrichtsmethoden, unter anderem auch Spiele und Theaterworkshops.

Wir wünschen den Schülern und ihren Pädagogen gutes Gelingen - sowie sprachlich als auch theatralisch!

Vom 3. bis zum 11. Dezember 2016 wurde in Dresden das vorweihnachtliche kreative Feriencamp "Quellen der Kunst" durchgeführt, das als Teil des internationalen Bildungsprojektes "Art-Generation: Deutschland – Russland" im Rahmen des Deutsch-Russischen Jahres des Jugendaustausches 2016/2017 organisiert wurde.

Zum Feriencamp gehörten diesmal: 15 Schüler aus Russland – von den Jugendkunstschulen № 1 und № 2 sowie vom Kunststudio "Matisse" (Stadt Jekaterinburg), von der Jugendkunstschule des Städtchens Borowitschi, (bei Nowgorod), und 15 Kunstschüler vom Kinder- und Elternzentrum KOLIBRI e.V. (Dresden).

Kreatives Feriencamp wurde nicht nur als ein Open-Air in Dresden für junge Künstler aus Russland konzipiert, sondern - in 1. Linie - als ein Kultur- und Bildungsprojekt, wobei kulturelle Erbe Europas jungen Menschen aus RF näher gebracht wird, sowie russische Kulturgeschichte - den deutschen Kindern.

Advent und Weihnachten zu feiern ist in Deutschland besonders beliebt – und das sieht man überall auf den Straßen: leuchtende Girlanden, Engel und Sterne in den Fenstern glitzernd, rotierenden Pyramiden und Weihnachtskränze mit Kerzen.... So wurden unsere Gäste aus Russland von der ersten Minute ihres Aufenthaltes in Dresden an von der feierlichen Stimmung mitgerissen.



Neben Dresden besuchten Kids und Jugendliche auch naheliegende sächsische Städtchen: kleine mittelalterliche Stadt Kamenz, Heimat von Gotthold Lessing; silberne „Hauptstadt“ Europas des 18. Jahrhunderts - Freiberg; Heimat des europäischen Porzellans und ehemalige Hauptstadt Sachsens - Meißen.

Junge Künstler besuchten das Stadtmuseum Dresden und Kunstgalerie Alte Meister, Freiberger Dom St. Marien und Freiberger Mineralien-Museum der TU Bergakademie (wo seinerzeit russischer Gelehrte Lomonossow studiert hatte), mittelalterliche Albrechtsburg in Meißen (wo ursprünglich die Porzellanfabrik untergebracht war) und waren beim Orgelkonzert in der Klosterkirche St. Annen.

Im Rahmen des Bildungsprogramms nahmen Kids an der Diskussion "Von Andrei Rubljow zu El Greco" und am Workshops für zeitgenössische Kunst teil. Sie bereiteten sich auch aktiv für die festlichen Veranstaltungen vor: bastelten Weihnachtskarten und Tannenbaumschmuck. Junge Künstler verpassten auch die Gelegenheit nicht, ihre Weihnachtmotive bzw. Skizzen in Pastell zu machen.

Auch Abschlussveranstaltung war sehr bedeutend: Finissage der Ausstellung "Kunstquelle", die die besten Open-Air-Arbeiten der Teilnehmer des sommerlichen kreativen Feriencamps - 2016 (fand in Susdal statt) zeigte. Die Ausstellung präsentierte rund 70 Werke von Kids aus Jekaterinburg, Pokrow, Borowitschi, Dresden, Leipzig und Kamenz. Treffen alter Freunde und eine besondere vorweihnachtliche Stimmung, die im Feriencamp herrschte, ergänzt durch Live-Kommunikation mit St. Nikolaus und Weihnachtsmann, versetzten alle Beteiligten in eine wunderschöne Atmosphäre voller Magie, Freundschaft, Glauben an Wunder und Erfüllung der Wünsche.

Seit schon sechs Jahren verbindet das Projekt "Art-Generation: Deutschland – Russland" jungen Künstler von Jekaterinburg und Dresden. Der Veranstalter der Treffen von der deutschen Seite ist Kinder- und Elternzentrum KOLIBRI e.V., von der russischen Seite - Jekaterinburger Jugendkunstschule № 1. Kultur- und Bildungsprogramme für junge Künstler wurden diesmal durchgeführt von den Projektleitern: Nadeschda Weselova, Tatjana Archipowa, Olga Melnikow, Dimitri und Elena Krause.